GOTT UND DIE WELT
Veröffentlichung am 25. Januar 2012
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Klaus Marheinecke
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Irgendwie passt das Bild vom Abbruch des alten Rahlstedter Bahnhofs zum Jahreswechsel. Ein Abschnitt, der das Leben vieler alter Rahlstedter prägte, geht ganz unsentimental zu Ende. Da kommen die Bagger und Kräne, ein Bauzaun wird errichtet, Wohncontainer stehen da und ehe man es sich versieht, ist zunächst die alte Güterhalle und dann der ganze Rest einfach verschwunden. Aus – Vorbei, genau so wie das Alte Jahr 2011 vergangen. Nicht gerade sang-und klanglos, sondern mit Böllern und Raketen. Wie sagt man heute: Abgehakt. Es hat uns ja auch genug Aufregung, Ärger und Sorgen gebracht, wenn man in die Wirtschaft und Politik schaut. Letztlich sind wir aber doch immer mit dem berühmten blauen Auge davon gekommen. Privat hatte auch jeder sein Schicksal zu tragen, das man dann mit Gottes Hilfe mehr oder weniger gut bewältigt hat. Nun steht ein neues Jahr vor uns allen. Es ist bereits genügend Gescheites darüber gesagt und geschrieben worden. Aber bleiben wir mal bei unserem Bahnhof. Hier soll etwas ganz Neues, Modernes entstehen zum Wohle der Rahlstedter Bevölkerung. |
„Und neues Leben blüht aus den Ruinen“ könnte man mit Schiller pathetisch sagen. .Nur nicht alles Neue ist auch gleichzeitig gut und besser als das AlteMan sollte doch Einiges bewahren. Hoffentlich fällt nicht „aus Versehen“ ein großer Betonklotz auf unser altes „Frisörhäuschen“ heute ein Eiscafé, damit man Platz für etwas Neues bekommt. Es wird oft den Kirchen vorgeworfen, sie seien alt, verstaubt und rückständig und kommen bei der Jugend nicht mehr an. Es ist sogar gut, dass die Kirchen nicht auf jeden modernen Zeitgeist wie auf einen neuen Intercityzug aufspringen. Man müsste sich ja ständig revidieren, was noch viel schlimmer wäre. So sollten wir es auch mit dem Neuen Jahr halten : Neues wagen und das gute Alte bewahren. Nicht jeder kann sich seinen „Bahnhof“ allein neu bauen. Da hat Gott immer noch seine Finger mit drin, aber helfen wir ihm beim Neubau und halten den Zug nicht unnötig auf, damit er ordentlich und pünktlich im Bahnhof ankommt.
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