GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 12. Mai 2010

 

Christi Himmelfahrt

 

Klaus Marheinecke
Kath. Kirchengemeinde MARIÄ HIMMELFAHRT
E-Mail: KlausMarheinecke@gmx.de

 

Auf meinem Kalender ist Donnerstag, der 13. Mai in roter Farbe gedruckt: also ein Feiertag! Etwas kleiner steht darunter: Christi Himmelfahrt. Wer kann damit etwas anfangen in unserer so ruhelosen Welt, frage ich mich. Gerade haben wir Karfreitag und Ostern mit Würde hinter uns gebracht und ich wage es zu bezweifeln, dass Viele unserer Mitmenschen sich etwas darunter vorstellen können. War doch eine schöne Woche: von Freitag bis Montag arbeitsfrei und dazu noch bezahlt! War doch super! Dabei waren es die höchsten Feiertage der Christenheit, also Tod und Auferstehung von Jesus Christus, dem Gründer der christlichen Kirche. Sicherlich steht die Kirche im Moment nicht sonderlich im Kurs, steht im Ranking sogar noch hinter den Bankern. Und jetzt folgt noch Himmelfahrt, was man im Norden in Vatertag umtaufte, weil es ja auch einen Muttertag gibt. An diesem Vatertag zieht man hinaus in die Natur, bewaffnet mit Speis und Trank. Speis war meistens ein großer Schinken, weswegen der Tag auch den geschmackvollen Namen „Schinkentag“ erhielt.

  Was unter Trank zu verstehen war, merkten die Frauen am Abend, wenn die Herren der Schöpfung erschöpft nach Hause kamen. Die Christenheit feiert an diesem Tag aber die Aufnahme des verklärten Christus in den Himmel, weil er hier auf Erden nicht mehr bleiben konnte und zum Vater zurückkehrte. Er hatte seinen Auftrag erfüllt. Drei Jahre lang hatte er die Menschen all das gelehrt, was wir heute das Evangelium nennen, also wörtlich die Frohe Botschaft. Sie können es in der Bibel nachlesen, in der seine Lehre in einfachen, leicht verständlichen Worten aufgeschrieben ist. Sie ersetzt das Gebot des Moses und gipfelt in der Aussage : Liebt einander, so wie ich Euch geliebt habe und Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst. Kann man eine Botschaft schöner ausdrücken? Welche Religion bekundet so eindeutig die Nächstenliebe? Nur ist damit noch nicht die Garantie gegeben, dass sich auch alle Christen daran halten. Versuchen wir es trotzdem alle zusammen! meint
Ihr Klaus Marheinecke