GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 14. Oktober 2009

 

Anstalt Bethel

 

Klaus Eddicks
Mariä Himmelfahrt
Tel. 6771721

 

Am 14.10.1867 wurde die Anstalt Bethel gegründet. Schon damals hatte man sich das Ziel gesetzt, behinderte, psychisch kranke und in sozialen Schwierigkeiten lebende Menschen zu helfen. Es war der Anfang einer einmaligen Einrichtung, besonders nachdem Friedrich von Bodelschwingh 1872 die Leitung der Anstalten übernahm. Er muss sich mit viel Tatkraft, Enthusiasmus und Gottvertrauen für diese Einrichtung eingesetzt haben, denn unter seiner Führung entwickelten sich die Bodelschwinghschen Anstalten zum größten Hilfswerk der deutschen Inneren Mission. 1910 übernahm sein Sohn Friedrich die Führung. Auch er musste nicht nur ein tatkräftiger, sondern auch ein Mensch gewesen sein, der auf die Hilfe Gottes vertraute. Er besaß in der Zeit der Nazi – Diktatur den Mut, seine kranken Schützlinge vor der Ermordung durch das Euthanasieprogramm zu bewahren.
Das war in der damaligen Zeit außergewöhnlich und nicht jeder brachte damals diese Kraft auf.
  Sie gründete wohl auf die Überzeugung, dass er sich in Gottes Hand geborgen und deshalb sicher fühlte. Der Umgang mit den behinderten Menschen ist in unserer Gesellschaft offener und selbstverständlicher geworden. Die meisten von ihnen wollen kein Mitleid, sie wollen, dass wir sie so akzeptieren, wie sie sind und dass wir ihre Leistungen anerkennen, egal auf welchem Gebiet und egal ob sie medienwirksam veröffentlicht werden oder ob sie im Alltag der Wohngemeinschaft oder am Arbeitsplatz zustande kommen. Gott liebt jeden Menschen, mit all seinen Fehlern, Schwächen und seinen Behinderungen. „Gott ist Liebe.“ Dieser kurze Satz ist an der Kanzel des Michels zu lesen. Er ist ungemein beeindruckend und sagt eigentlich alles. Wir sollten uns bemühen, mitunter auch an das Hauptgebot der Liebe zu denken. Dort heißt es abschließend: „ Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Zugegeben, das ist manchmal gar nicht so einfach und es kann durchaus vorkommen, dass man irgendwann verzagt. Trotzdem sollte sich keiner entmutigen lassen.
Klaus Eddicks